Bei unsachgemäßer Verwendung oder bei mangelnder Qualität
bergen Mehrfachsteckdosen große Brandrisiken. Die vor allem in
Privathaushalten weit verbreiteten Steckdosenleisten können sich bei
elektrischer Überlastung entzünden und damit zur tödlichen Gefahr werden.
Gefährlich wird es immer dann, wenn zu viele Geräte mit
hoher Stromaufnahme an einer Steckdosenleiste angeschlossen sind.
Heizlüfter, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Elektrofondues
oder Haushaltgrills gehören nicht an Mehrfachsteckdosen. Infolge einer
Überlastung kann bei diesen Geräten Wärme entstehen, die schließlich einen
Brand auslösen kann. Mehrfachsteckdosen sind auf eine Leistung von rund
3.000 bis 3.500 Watt ausgelegt, ein Heizlüfter liegt schon bei 1.500 bis
2.000 Watt.
Fernseher, DVD-Geräte, Stereoanlagen oder PCs können
unbesorgt an Steckdosenleisten angeschlossen werden, sofern die Stromabnahme
nicht 3.000 Watt übersteigt. Wichtig bei der Nutzung von Mehrfachsteckern
ist aber, dass die Leiste nicht abgedeckt ist oder beim Betrieb in Kartons
oder hinter Möbeln verschwindet. Auch dürfen Steckdosenleisten niemals
hintereinander geschaltet werden.
In Nassräumen wie Bädern oder im Spülbereich der Küche
müssen Mehrfachsteckdosengrundsätzlich vermieden werden. Werden Strom
durchflossene Steckdosen feucht oder läuft gar Wasser, beispielsweise aus
einem tropfenden Wasserhahn auf die stromführenden Teile, bedeutet das eine
akute Brandgefahr.
Auch bei Heizdecken und -kissen, die ja gerade jetzt in der
kühlen Jahreszeit sehr beliebt sind, gilt es einige Regeln zu beachten.
Leichtsinniger Umgang mit diesen Geräten kann im schlimmsten Fall ein
tödliches Risiko sein. Abgeknickte Kabel im Deckeninnern oder ein Wärmestau,
infolge Überhitzung, sind immer wieder die Ursache für Brände.
Eingeschaltete Heizdecken sollten daher nie unbeaufsichtigt bleiben und vor
dem Schlafen immer ausgeschaltet werden.
Generell gilt, beim Kauf von Elektrogeräten und
Mehrfachsteckdosen auf das CE-Zeichen und das GS-Zeichen für geprüfte
Sicherheit zu achten.
Außerdem wird empfohlen Rauchmelder in alle Häuser
und Wohnungen einzubauen. Denn die kleinen Warngeräte können in allen
geschlossenen Räumen Leben retten. Rauchmelder sind nicht teuer und können
problemlos auch von Laien angebracht werden. Bei der schon seit einiger Zeit
laufenden Aktion „Rauchmelder retten Leben" wird die Bevölkerung über die
Gefahren durch Brandrauch und über den lebensrettenden Nutzen der Warngeräte
aufgeklärt.
Weitere Informationen zu Rauchmeldern und Brandschutz gibt
es bei der örtlichen Feuerwehr.
Quelle: Landesbranddirektor
Baden Württenberg Hermann Schröder: